18.05.16

Aus Pink wird Blond.



Zehn Jahre lang habe ich pinkes Haupthaar gehabt. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Genau genommen habe ich (bis auf meine Naturhaarfarbe) keine Haarfarbe so lange gehabt wie das Pink. 

Nun bin ich blond. 

"Warum?" fragen mich alle. "Warum?" - das frage ich mich auch. 

Auf diese Frage gibt es viele Antworten und irgendwie auch keine.

Über die letzten Wochen (oder waren es vielleicht auch Monate?) wuchs heimlich, still und leise
der Wunsch nach einer anderen Haarfarbe in mir heran. Den Auslöser dafür kann ich gar nicht so genau benennen, irgendwann waren die Gedanken einfach da. Und irgendwann waren sie so laut, dass ich sie nicht mehr verdrängen konnte. Und irgendwann habe ich die Entscheidung dann getroffen - ich werde mich vom Pink trennen. Ich kann nicht leugnen, dass ich solche Gedanken im Laufe des letzten Jahrzehnts öfter hatte, aber nie waren sie so stark wie in den letzten Wochen. Zu sagen, ich hätte mich nach Natürlichkeit gesehnt, wäre seltsam, denn wir wissen alle, dass ich nicht der natürlich Typ bin. 

Vielleicht haben mir Kleinigkeiten gefehlt, wie roten Lippenstift zu tragen. Oder nichtschwarze Kleidung. Vielleicht war ich genervt davon, dass mich alle über die Haare definiert haben. Vielleicht fühle ich mich zu alt für bunte Haare. Vielleicht wurde es einfach mal Zeit für eine Veränderung. Vielleicht sind das aber auch alles nur vage Erklärungsversuche. 

Sicher ist - das Pink ist Geschichte. Ob ich blond bleibe? Ich weiß es nicht. Aber ich denke - nein, ich weiß - bunte Haare werden auf meinem Kopf nicht mehr zu finden sein.






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