29.01.13

63 Stunden



...der Umzug ist in Sicht! Oh Gott, so langsam befällt mich eine latente Nervosität, auf einmal vergeht die Zeit so schnell und theoretisch nur noch dreimal Schlafen, dann ist es soweit. Theoretisch weil, wie ihr ja wisst, ein Umzug viel Arbeit mit sich bringt und ich wohl kaum noch zum Schlafen kommen werde ^^ 





Gerade habe ich zum Abschied für unsere netten Nachbarn (aber nur für die Netten, die andern bekommen nix, höhö) gebacken. Notdürftig habe ich mit einer Gabel den Teig angerührt, der Rest ist ja schon in Kisten...Gut geworden sind die Muffins trotzdem: 





Gestern Abend haben wir endlich Möbel bestellt, man, ich wusste nicht, dass sowas so aufregend sein kann...Die erste Lieferung kommt allerdings erst in 4, die zweite in 7 Wochen...aber was solls, das überstehen wir schon, was sind schon 7 Wochen haha. 


Jetzt widme ich mich weiter dem Packen und Verpacken (es sieht hier mittlerweile aus wie in nem schlechtsortierten Lager eines Möbelhauses), richte dabei in Gedanken unser neues Heim schon ein und freue mich einfach darauf, wenn das alles überstanden ist ^^ 




27.01.13

...der letzte Sonntag...



...in unserer alten Wohnung, ein bisschen wehmütig sind wir doch. Auch, wenn wir unbedingt umziehen wollten, so hängen doch viele Erinnerungen und schöne Jahre an ihr. Ein bisschen tröstlich ist es da, dass unsere Wohnung an Lui weitervermietet wird, wir also auch in Zukunft ab und an unsere alte Wohnung mal besuchen können :) Jetzt heißt es aber Zähne zusammenbeißen, Karton um Karton weiterpacken und Stück für Stück Abschied nehmen. Darum fiel mein Make Up heute auch mal ausnahmsweise recht dezent aus:




Hallo, zwischen Kartons und Müllsäcken. 


Und passend zum Kartons packen, was ja auch immer irgendwie ein Stück weit Vergangenheitsbewältigung bedeutet, höre ich die ganze Zeit The Shins und fühle mich wie 15. Hach. 








25.01.13

"Diese dekadenten Schnösel!"

 

"Diese dekadenten Schnösel!"

Sowas in der Art ging mir damals durch den Kopf, als ich noch im (von verwöhnten Gören reicher Z-Prominenten bevölkerten) Kindergarten arbeitete und diese Eltern ihre Kinder dann früher als gewöhnlich abholten (oder von den Nannys abholen ließen), um "zu Abend in Paris zu essen". Es war mir unbegreiflich, wieso man für so kurze Zeit irgendwo hinfliegt, warum gingen die denn nicht einfach zum Franzosen essen? 

Worauf will ich hinaus? Tja, mittlerweile versteh ich das wohl. Gestern war ich für wenige Stunden in meinem geliebten London. Hab ich mir (neben dem VOGUE Abo) selbst zu Weihnachten geschenkt. 





Der eigentliche Grund für meinen Kurztrip (das Wort bekommt hier nun wirklich eine gebührende Bedeutung) war die Hollywood Costumes Exhibition im V&A, die noch bis zum 27. Januar zu sehen ist. Gesehen habe ich sie nicht. Aber dazu später mehr. 

Ich stand dann also in aller Herrgottsfrühe auf, zog mich an und schminkte mich. So, nun folgt normalerweise der Part, wo ich hektisch bis zum Losgehen meinen Koffer packe, das entfiel ja nun, war  n tolles Gefühl, ich hatte einfach nur meine Handtasche dabei mit all den Sachen, die ich sonst auch dabei hab, wenn ich das Haus verlasse. Na gut, und das Flugticket :D Mit so ner kleinen Handtasche und keinem Aufgabegepäck fühlt man sich so richtig frei, tolles Reisegefühl :D 

Entgegen meiner anfänglichen Befürchtungen ging mein Flug trotz des Winterwetters, und ich landete sogar früher als geplant. Ab zum EasyBus und schleunigst nach London!

Alles in allem hatte ich knappe sieben Stunden Zeit zwischen Busankunft und Busabfahrt. Klingt gar nicht so wenig, aber ihr wisst ja, London ist groß und allein um von A nach B zu kommen, verbraucht man ne Menge Zeit. 

Zuerst bin ich dann also zum Somerset House, dort läuft noch bis zum 27. Januar die Tim Walker - Storyteller Exhibition und die Henri Cartier-Bresson - a question of colour Exhibition, beides für lau. Aktuell gibts auch noch Valentino - Master of Couture, allerdings kostet das 12,50 Pfund. 
Die ersten beiden jedenfalls habe ich mir angesehen. Tim Walker war großartig.








 Bei Bresson hab ich was anderes erwartet, wenn Bresson draufsteht, erwarte ich auch Bresson, es waren aber insgesamt bestimmt 10 verschiedene Photographen, die alle sehr unterschiedlich waren. Naja. 

Als ich dort fertig war, gings auf zum V&A (meinem Lieblingsmuseum), und als ich ankam und zum Ticketschalter rannte, kam die böse Überraschung:


Ich fühlte mich fürchterlich verarscht, schließlich war diese doofe Ausstellung quasi der Hauptgrund für meinen Kurztrip :( Aber alles Schmollen half nix, also zum Trost den Katalog zur Ausstellung gekauft und noch ein paar schöne Postkarten. 

Nach dem V&A war nicht mehr viel Zeit, aber meiner geliebten Oxford Street musste ich ja noch fix n Besuch abstatten (unter anderem auch deshalb, weil ich im Sainsbury's meine Teevorräte aufstocken musste - ebenfalls ein ausschlaggebender Grund für die Reise gewesen). Um 320 Teebeutel, 46 Brownies, 24 Kerzen, unzählige Aspirin und ein Sainsbury's Magazine schwerer verließ ich dann den Supermarkt, sprang noch schnell hier, schnell dort rein und schon gings zurück zur Busabfahrtstelle. 

Bye London, es war sehr kurz, aber immerhin haben wir uns in diesem noch so jungen Jahr bereits einmal gesehen - bis bald, du weißt, du kriegst mich immer rum ;)